Kunst am Körper

Komfort. Können. Kunst. Diese drei Begriffe beschreiben die Strick-Entwürfe der griechischen Designerin Vasso Consola eigentlich am besten. Es wirkt schier surreal, wie geschickt sie schwere Wollmaterialien in scheinbar schwerelose, sinnliche Kleidungsstücke verwandelt. Und anders als bei vielen anderen Designern muss man ihre Entwürfe nicht erst an einem Model sehen, um zu begreifen, wie kunstvoll sie gearbeitet sind. Handgemacht, versteht sich.

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Photos above courtesy of Fier Management

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Ich treffe die Designerin in ihrer Showroomecke, in der sie ihre Arbeiten während der Berliner Modewoche präsentierte. „Ich möchte mich nicht von industriellen Fertigungsvorgaben einengen lassen. Mir ist es wichtig, Dreidimensionalität zu erzeugen – und dass auf eine tragbare, futuristische Art und Weise“, erzählt Vasso, die 2004 ihre erste Resortkollektion launchte und nach ihrem Studium in Athen und New York vor einiger Zeit nach Berlin zog.

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Dieses Jahr lanciert sie nun ihre erste kommerzielle Linie, die preistechnisch zwar erschwinglicher ist als ihre klassischen Arbeiten (die Preise rangieren zwischen 100 und ca. 390 EUR), aber dennoch ihren qualitativen Ansprüchen genügt. Hauptbestandteil der Kollektion sind amazonenhaft anmutende, gedeckte Entwürfe in Nichtfarben, die dank eines innovativen Strickverfahrens wie „weiche Panzer“ wirken.

„Tatsächlich möchte ich mit der Linie den Gedanken an moderne Amazonen aufgreifen, deren Waffen in der heutigen, unsteten Welt vor allem Nettigkeit und Wärme sind. Meine Kleider sind wie eine Rüstung, die durch weiche Materialien besticht“, erzählt Vasso. Erzeugt hat sie den Effekt durch synthetische Fasern, die zwar schwer wirken, aber deutlich weniger wiegen als Wolle.

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Photo by Vasso Consola8

Photo by Vasso Consola3

 All studio shots courtesy of Vasso Consola

Fertigen lässt Vasso Consola nach wie vor in Griechenland bei Strickerinnen, die das Handwerk noch traditionell beherrschen. Erhältlich sind einige Entwürfe hier.

High-Fashion-Entwürfe der Designerin

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Der Zeit voraus: Geometrische Transparenz spielt im Frühjahr/Sommer 2013 nun auch bei US-Desigern wie Alexander Wang eine große Rolle

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 All studio shots courtesy of Vasso Consola

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