Tribal air

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Ja, ich lebe noch. Und ja, ich schreibe noch. Auch wenn ich mich die letzten Monate tatsächlich aus diversen Gründen etwas ausgeklinkt hab. Aber ich gelobe Besserung und versuch jetzt wieder regelmäßiger etwas zu Papier zu bringen (hör ich da jemanden süffisant husten? Ach so, das war ich selbst)… Also dann wollen wir mal, wa :) ?

Immer wenn die Temperaturen wieder steigen, bin ich ja auf der Suche nach Materialien und Schnitten, die einen im wahrsten Sinne des Wortes atmen lassen. Da kann für mich auch kaum etwas locker und schwingend genug sein, um für die nötige luftige Atmosphäre zu sorgen. Denn auch wenn viele es nie verstehen werden: ich jetzt nicht so der Hitzetyp.

Beim Sichten einiger digitalen Lookbooks auf meinem PC zwecks geeigneter Inspiration sind mir da doch tatsächlich diese wunderbaren Bilder der S/S 2014-Kollektion des Schweizer Labels Studio Laend Phuengkit in die Augen gesprungen.Und da dachte ich mir so: super Gelegenheit, um den Blog zu reaktivieren.

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All pictures courtesy of Studio Laend Phuengkit

Auch wenn die Art der „Tribal“-Prints dem ein oder anderen bereits bekannt vorkommen mögen, beispielsweise aus vergangenen Burberry (S/S 12) – und Donna Karan (S/S 12) -Kollektionen, zeigen die Teile doch gerade schnitttechnisch die ureigene Handschrift des Designers.

Laend Phuengkit, der seit jeher in seinen Arbeiten einen Mix aus europäischen und asiatischen Elementen bevorzugt, setzt auch in der aktuellen Kollektion auf geometrische Schnitte, bequemes Volumen und asiatisch-angehauchte Drapierungen. Und – hier kommt auch wieder meine Hitzephobie ins Spiel – das Ganze verpackt in sommergerechte Stoffe wie Jersey, Seide, Baumwolle und Leinen.

Auffällig ist, dass der Fokus des Labels von Mal zu Mal mehr auf das Einbinden von farbigen Prints zu liegen scheint – besonders schön zu sehen im Vergleich zur farblich extrem puristisch angehauchten S/S-Kollektion aus 2013.

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Als Inspirationsquelle dienten Laend Phuengkit laut Pressemeldung zwei verschiedene Elemente: Zum Einen der Film „Paris is burning“, ein Dokumentarfilm über das Ende der goldenen Zeit der Drag-Balls in New York City, sowie eine feinfühlige Erkundung des Themas Rassen-, Klassen- und Geschlechtszugehörigkeit im damaligen Amerika.

Zum Anderen die Bewegungen des Khon, einem rituellen thailändischen Tanz, bei dem jeder Schritt eine eigene Bedeutung hat, die durch einen bestimmten Klang, ein erzählerisches Motiv oder ein Lied unterstrichen wird. Die meisten Khon-Performances beziehen sich auf Episoden des indischen Ramayana, der epischen Erzählung vom Prinzen Rama und seiner Frau Sita und dem kontinuierlichen Kampf zwischen Gut und Böse.

Inwiefern beides in das Design jedoch konkret eingeflossen ist (ist es eine Anlehnung an die Mode von damals? Oder wurden Elemente einer traditionellen Khon-Tracht integriert?) bleibt dabei scheinbar der Phantasie des Betrachters überlassen.

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Ach ja: Anleihen in Schnitt und Drapierung des oberen und unteren Looks finden sich übrigens bereits in früheren Kollektionen des Designers.

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All pictures courtesy of Studio Laend Phuengkit

 

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